Vortrag: Diakonie und Demokratie

Unsere Gesellschaft braucht Treu und Glauben

Diakoniepastorin über die Aufgaben der Diakonie

Maren von der Heyde

Wie stellt sich die Diakonie zu der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in Deutschland? Maren von der Heyde, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein, betont, die Diakonie sei nicht einfach ein soziales Dienstleistungsunternehmen. Sie trage vielmehr eine besondere Verantwortung: „Kirche und Diakonie stärken die Demokratie durch ihre Arbeit mitten in der Gesellschaft. Sie fördern das Vertrauen, dass Menschen in der Lage sind, jeweils das Ganze und ihr Anliegen im Blick zu behalten.“

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Islamisches Freitagsgebet im Bürgerhaus Bornheide

Beten im Bürgerhaus

Als Muslime aus dem Osdorfer Born darum baten, in einem Raum des Bürgerhauses Bornheide das Freitagsgebet abhalten zu dürfen, zögerte Diakoniepastorin Maren von der Heyde nicht lange. „Mit ist der Gedanke unmöglich, Menschen das Gebet zu verwehren“, erklärt die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein. Sie stellte zwei Bedingungen. Es muss auf Deutsch gepredigt werden und der Gebetsraum muss offen bleiben – auch für Frauen. Das war für die Organisatoren des Gebets keine Frage.

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Blankeneser Gespräche

Schritte in die inklusive Gesellschaft

Professor Liane Simon über Erfahrungen in Frühförderungen, Kitas und Schulen

 

Modelle der Inklusion stellen den bisherigen Umgang mit Menschen mit Behinderungen radikal in Frage. Dr. Liane Simon, Professorin für „Transdisziplinäre Frühförderung“ an der MSH Medical School Hamburg, berichtet in den Blankeneser Gesprächen am Donnerstag, 1. Februar, über Inklusion in Kindergärten und Schulen, über Konzepte und Visionen. Nach langjähriger Erfahrung in der Frühförderung Norderstedt entwickelte Dr. Simon aus bisherigen Modellen von Krankheit und Behinderung neue internationale Klassifikationen. Sie sollen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe in der Gesellschaft erleichtern und die UN Konventionen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen umsetzen.

„Bisher war die Diagnose von Behinderungen auf medizinische Befunde reduziert“, konstatiert Dr. Simon. „Inzwischen wissen wir um die Heilkraft psycho-sozialer Faktoren“. In der Weltgesundheitsorganisation WHO werden bisherige Modelle von Krankheit und Behinderung derzeit durch ein neues Verständnis von Krankheit und Behinderung ersetzt. Sie sollen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe in der Gesellschaft erleichtern. Fachleute in der WHO erarbeiten Kriterien für ein Umdenken in der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen.“ Dr. Simon arbeitet hier mit und stellt die Modelle vor.

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