Auszeichnung für 20 Jahre Ehrenamt

Magdalena Totzeck:
Zuverlässiges Engagement gegen das Elend

Magdalena Totzeck, Foto: C. Strauß

Eine Feierstunde im Rathaus und eine Medaille als Anerkennung für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit: Magdalena Totzeck freute sich. Am 29. März 2017 überreichte ihr Hamburgs Erster Bürgermeister, Olaf Scholz, als Dank für ihr Engagement in der Obachlosentagesstätte MAhL ZEIT in Altona die Medaille für Treue Arbeit im Dienste des Volkes.

Die 71-Jährige gehört zu den Ehrenamtlichen der ersten Stunde in der MAhL ZEIT, einer Einrichtung des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein, die vor 20 Jahren von dem damaligen Ev.-Luth. Kirchenkreis Altona gegründet wurde. „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele“ sagt Olaf Scholz über dieses Ehrenamt. „Dies gilt von Anfang an für das Team der MAhL ZEIT“ bestätigt Magdalena Totzeck, „und deshalb macht uns diese Arbeit so viel Freude.“

Der Jahresbericht 2016 ist da

Ausgegorene Dokumentation guter Beratung.

(sm) Das Warten hat sich gelohnt. Auf 100 Seiten legt das Diakonische Werk Hamburg-West/Südholstein seinen Jahresbericht 2016 vor. „In diesem Jahr haben wir uns ein wenig mehr Zeit gelassen, um den Jahresbericht `reifen´ lassen und die Zahlen des letzten Jahres schon besser einschätzen zu können“, schreiben die Herausgeberinnen, Diakoniepastorin Maren von der Heyde und die kaufm. Geschäftsführerin Andrea Makies im Vorwort.

Unter dem Titel „Diakonie. Gut beraten“ stellen die Einrichtungen der Diakonie ihre Aktivitäten des vergangenen Jahres vor. Mit einer gleichnamigen Kampagne wirbt die Diakonie in der Öffentlichkeit für professionelle Soziale Arbeit. Diese Kampagne ist ebenso Thema wie der Empfang, den Papst Franziskus bedürftigen Hamburgerinnen im Vatikan bereitete.

Silvia Linz über das psychische Erbe von Kriegen

Die Zeit heilt nicht alle Wunden

Silvia Linz, Foto: C. Strauß

„ Nachkriegskinder, die den Krieg nicht erlebt haben, können emotional aufwühlende  Erzählungen ihrer Mütter von brennenden Städten oder ihrer Väter von der Todesangst an der Front oder im engen U-Boot unter dem Meeresspiegel so intensiv nacherleben, dass sie die damalige Angst und Hilflosigkeit der Eltern ebenfalls speichern.“ Das sagte Silvia Linz  in den Blankeneser Gesprächen vor fast 100 Zuhörern. „Die Bilder der Not und Panik können sich bei den Kindern emotional tief einprägen – und damit tragen sie posttraumatische Belastungen ihrer Eltern weiter.“ Gebannt lauschten die Zuhörer der psychologischen Psychotherapeutin.