20 Jahre Tagesaufenthaltsstätte Norderstedt

Eine Feier und große Pläne

Carlo von Tiedemann und Tabea Müller Leiterin der TAS (Mitte), mit der Norderstedter Bürgermeisterin Christina Roeder (re), den beiden Diakoniegeschäftsführerinnen und dem Architekten Paul-Günter Frank. FOTO: C. Strauss

Mit mehr als 200 Gästen und unter der Moderation von Schirmherr Carlo von Tiedemann feierte die Tagesaufenthaltsstätte TAS Norderstedt mit einer großen Geburtstagsparty ihr 20jähriges Bestehen. Die Bigband „Copp Sounds“ des Coppernicus-Gymnasiums begleitete mit fetzigem Jazz das Fest.Die  30 Ehrenamtlichen wurden von Leiterin Tabea Müller mit einem speziell angefertigten Marzipan-Ehrenorden gewürdigt. Ehrenamtlich Mitarbeitende und  Konditorin Aileen Schöner fertigte eine dreistöckige Geburtstagstorte.

Diakoniepastorin Maren von der Heyde dankte den Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement: „Mit Ihrem offenen Ohr für die Gäste der TAS legen Sie Tag für Tag die Bibel in der konkreten Arbeit aus.“ 

Der Einsatz der 30 Ehrenamtlichen in der TAS gehe weit über das Normale hinaus, sagte auch die Stadtpräsidentin von Norderstedt, Kathrin Oehme: „Zu Beginn wurden keine 2000 Gäste im Jahr versorgt, heute sind es jährlich 12.000 Gäste. Diese vielen Menschen durch 30 Ehrenamtliche zu versorgen, das ist ein Spagat, der viel Organisation verlangt.“ Doch inzwischen sei das Gebäude zu eng geworden, mahnte Carlo von Tiedemann: „Der wunderschöne Laden platzt aus allen Nähten. Wir suchen Sponsoren für den dringend nötigen Neubau.“ Eine erste Spende überbrachte von Lions-Club Forst-Rantzau Präsident Knuth Neubauer, und Paul-Günter Frank präsentierte das selbst gezimmerte Holzmodell eines Neubaus, das künftig für Spendenanreize sorgen soll. Viele Norderstedter sehen dem  Neubau zuversichtlich entgegen. Stadtpräsidentin Oehme: „Wo vor 20 Jahren etliche Mahner davor warnten, dass die Menschen mit großem Hilfebedarf für Unruhe sorgen könnten, weiß man inzwischen, dass es nicht so gekommen ist. Die Akzeptanz der TAS ist groß.“  Die TAS lebe nur, weil es Menschen gibt, die sich mit Enthusiasmus und Wärme einbringen, sagte Kathrin Oehme.

So bietet die TAS seit 1998 wohnungslosen und hilfsbedürftigen Menschen ein Zuhause für den Tag, als ein Zentrum für Begegnung, praktische Hilfe und Beratung. Diese Situation  griff Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder auf: „Wir machen als Stadt bezahlbaren Wohnraum zu einer unserer Hauptaufgaben.“ Die Oberbürgermeisterin wünschte zugleich der TAS eine erfolgreiche Spendenkampagne zur Finanzierung des Neubaus: „Wir wollen dies als Kommune wenn möglich unterstützen.“

Finanziell unterstützt wird die TAS von der Stadt Norderstedt und dem Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein, dem Träger der Einrichtung. Ein wesentlicher Teil der Aufwendungen wird allerdings durch Spenden eingebracht.

So berichtet das Hamburger Abendblatt.

Und so die Kieler Nachrichten.

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