Zu viel Freiwilligkeit?

Umstrittene Initiativen

Einladung zur Veranstaltung der Reihe „Hamburg! Gerechte Stadt“
am 26. 3. 2019, 17:30 Uhr, Haus der kirchlichen Dienste, Danziger Str. 64, Hamburg

 

Sandra Berkling, Foto: Julia Kneuse

Engagierte Bürger gründen private, ehrenamtliche Initiativen zur Unterstützung von Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Was bedeutet diese Entwicklung für die soziale Arbeit in der Hansestadt? Dazu Sandra Berkling, Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege:

Die Veranstaltung thematisiert neue Formen ehrenamtlicher Arbeit. Was tut sich da?

Wir werben für freiwilliges Engagement. Menschen, die ehrenamtlich tätig werden, stützen unser soziales System. In bestimmten Bereichen, wie in der Hilfe für Wohnungslose, entwickeln ehrenamtlich Tätige eigene Organisationsformen. Diese Initiativen stürzen sich mitten hinein ins Leben. Sie sind innovativ. Und sie sind ganz nah dran an wohnungslosen Menschen. Damit leisten sie wertvolle Arbeit.

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„Hamburg! Gerechte Stadt“ über Staat und Wohlfahrtsverbände

Kontrolle statt Vertrauen

„Zusammenraufen“, müsse man sich, erklärte Holger Stuhlmann, Leiter des Hamburger Amtes für Familie, man kenne und brauche sich. Daran ließ die Diskussion an diesem Abend keinen Zweifel. Es fielen offene Worte. Man hörte einander zu, nahm Kritik an, in wechselseitigem Vertrauen. Und doch war bei der Diskussion über „Soziales Unternehmertum und das Subsidiaritätsprinzip“ am 19. 2. 2019 spürbar, dass sich etwas verschoben hat im Verhältnis zwischen der Stadt und den Wohlfahrtsverbänden.

Vor 20 Jahren leiteten der britische Premier Tony Blair und der deutsche Kanzler Gerhard Schröder den Abschied vom Wohlfahrtsstaat historischer Prägung ein. „Fördern und Fordern“ sei die Maxime des neuen Modells, erklärte Christof Beckmann, Professor an der ev. Hochschule des Rauen Hauses. Aus Partnern im subsidiären System wurden Auftraggeber und Dienstleister.

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Hamburg! Gerechte Stadt

Soziale Marktwirtschaft

Einladung zur Diskussionsveranstaltung „Hamburg! Gerechte Stadt“

Der Titel der Veranstaltung klingt nach sozialwissenschaftlichem Schwarzbrot: „Soziales Unternehmertun und Subsidiaritätsprinzip – passt das (noch) zusammen?“ Gefragt, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie diese Veranstaltung besuchen sollten, breitet  Christof Beckmann, Professor an der Ev. Hochschule des Rauhen Hauses, interessante Fakten aus. Sein Vortrag wird die Veranstaltung einleiten.

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