Veranstaltungsreihe „Hamburg! Gerechte Stadt!“

Flüchtlingshilfe: Wie schaffen wir das?

Menschenrechte sind universell, sie gelten für alle. Gilt dieser Grundsatz in der aktuellen Situation noch? Die Europäischen Staaten schotten sich ab, sie errichten Zäune, legen Obergrenzen fest, diskutieren Auffanglager, so genannte „hot spots“.

Die ankommenden Flüchtlinge werden nicht gleich behandelt. Sie bekommen Hilfe je nach Bleibeperspektiven und wirtschaftlicher Nützlichkeit.

Ebenfalls begrenzt sind die finanziellen Ressourcen. Noch tragen die Solidarsysteme die Hauptlast. Noch wird nicht diskutiert, wie die soziale Integration der ankommenden Menschen langfristig finanziert werden soll. Noch bleibt die Schuldenbremse angezogen. Verteilungskämpfe sind programmiert.

Gibt es eine Alternative? Wie schaffen wir das? Wir schauen in der Veranstaltung vor allem auf Hamburg. Wer hierher kommt, braucht Wohnungen, bezahlte Arbeit, Neu- oder Nachqualifizierung, Sprachkurse, Kitaplätze, Schulen sowie Bildung im Alltag. Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es in Hamburg, diese Aufgaben zu gestalten?

Weiterlesen

Neue Beratungsstelle für Männer in Norderstedt

Hilfe für Täter ist Opferschutz

„Männer weinen heimlich“, singt Herbert Grönemeyer, „außen hart und innen ganz weich, sind als Kind schon auf Mann geeicht.“ Der Schlager bringt eine ernste Botschaft auf den Punkt: Das Männerbild hat sich seit Jahrhunderten im Kern nicht verändert. Für viele Männer gehört Gewalt zum Repertoire.

In Norderstedt gibt deshalb jetzt Männersache. Hier beraten Männer Männer (und männliche Jugendliche) in allgemeinen Lebensberatung und bei Problemen mit gewalttätigem Konfliktverhalten. Die meisten gewalttätigen Männer kommen zur Beratung, weil sie immer wieder ihre Partnerin bedrohen und verprügeln. In der Regel ist ihr Selbstwertgefühl gestört. Mit Angst und Hilflosigkeit werden sie nicht fertig, stattdessen werden sie wütend und schlagen förmlich um sich. „Gewalttäter, vor allem solche, die sexualisierte Gewalt ausüben, werden ausgegrenzt, statt dass sie die notwendige Hilfe angeboten bekommen“, erklärt Thomas Karrasch. Der Psychologe leitet die Beratungsstelle. „Unter der Ächtung leiden vor allem diejenigen, die ihre Taten bereuen und ihr Verhalten ändern wollen.“

Weiterlesen