Diakonie in Kirche und Gesellschaft

Vom Wert des Vertrauens

Programmatische Überlegungen von Diakoniepastorin Maren von der Heyde

Als Moses den Auszug seines Volkes aus Ägypten organisierte, traf er jede Entscheidung selbst. „Du machst dich selber und die Leute müde“ sagte sein Schwiegervater: „Suche Leute aus, die Verantwortung übernehmen, erkläre ihnen Gottes Ordnungen und Weisungen und mache sie zu Schiedsrichtern für 1000, 100, 50 oder 10 Menschen. Nur das wichtigste bringst du selbst vor Gott.“

Mich berührt an diesem frühen Beispiel der Verantwortungsteilung, dass sie nicht nur von Mensch zu Mensch geschieht. Sie findet im Dreieck statt. Sie baut darauf, dass die Ordnungen und Satzungen dafür gegeben sind. Sie macht alle gleich, denn alle Handelnden müssen sich vor Gott verantworten. Das hat Konsequenzen und damit sind wir beim Thema.

Das zwischen Kirche und Staat am heißesten diskutierte Thema ist das Kirchenasyl. Soll die Kirche das Asylrecht dem Staat überlassen? Oder müssen Christen dafür einzustehen, dass Menschen ein Recht auf ihr Recht haben? Dürfen oder müssen wir sie gar vor dem Staat schützen?

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