In eigener Sache

       

Engagiert, statt nur besorgt.

Dabei bleiben wir

Auf unseren aktuelle Spendenaufruf unter dem Motto „Engagiert, statt nur besorgt“ bekommen wir viel positive Resonanz – der Slogan träfe den Nagel auf den Kopf. Aber wir hören auch Kritik, mit der wir uns auseinander setzen möchten.

Unerträglich“ sei unsere Sorge um Asylsuchende, kommentierte eine Frau unseren Spendenaufruf für fluchtpunkt im Internet. „Macht doch mal das Geld für arme Menschen in Hamburg locker.“ „Helft doch mal den deutschen Obdachlosen“, forderten andere.

Dahinter steckt – so glauben wir – meist weniger die Sorge um die „eigenen“ Armen als Ängste um die eigene Zukunft und/oder der Versuch, Meinung gegen Zugewanderte zu machen.

Dazu Andrea Makies, kaufm. Geschäftsführerin der Diakonie Hamburg-West/Südholstein:

Wir sorgen uns. Wir beobachten wie Toleranz schwindet, wie „alternative Fakten“ und ausländerfeindliches Denken hoffähig werden. Wir erleben wie die Schwachen in unserer Gesellschaft an den Rand gedrängt werden. Dem wollen wir entgegentreten.

Die Diakonie nimmt die Sorgen, die die Zuwanderung bei vielen Menschen auslöst, ernst. Besorgnis ist etwas Natürliches, aber wir dürfen nicht bei ihr stehen bleiben. Wir packen Probleme an, um sie zu lösen.

Wenn wir Asylsuchende unterstützen, vergessen wir darüber nicht die Obdachlosen. Wir bieten selbst zahlreiche Angebote für Obdachlose an. Die Hilfe für Asylsuchende geht nicht zu deren Lasten. Wenn wir Frauen gegen schlagende Männer verteidigen, sehen wir doch auch die Notwendigkeit den Tätern einen Ausweg ihrer Gewalt anzubieten. Wir glauben, dass der Weltfrieden im Kleinen entsteht. Deshalb denken wir über Grenzen hinweg. Menschlichkeit ist unteilbar.“

 

 

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