Pinneberger Suchtberatung organisiert Zirkusprojekt

Ferienspaß für Kinder aus Suchtfamilien

Alkohol- und Drogenkonsum von Eltern belasten auch ihre Kinder. Die Suchtberatung Pinneberg veranstaltet deshalb ein Ferienprojekt für Kinder aus Suchtfamilien. Noch sind Plätze frei. Vom Montag, 9. Juli bis Mittwoch, 11. Juli heißt das Motto: „Leben, Lachen, Zirkus“.

Nach Angaben des Vereins NACOA Deutschland, einer Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien, ist die Zahl der Betroffenen groß: Circa 2,6 Millionen Kinder haben alkoholkranke Eltern. Bis zu 60 000 Jungen und Mädchen leben mit Eltern zusammen, die von illegalen Suchtmitteln abhängig sind. Fast jedes sechste Kind kommt aus einer Suchtfamilie.

Eltern und Kinder brauchen gezielte Unterstützung

„Es ist wichtig, diesen Kindern Ängste zu nehmen und ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Auch die betroffenen Eltern brauchen gezielte Unterstützung in der schwierigen Situation“, erklärt die Suchtberaterin Gina Laskowski.

Die Sozial- und Zirkuspädagogin und wird mit den Kindern die Kunststücke einüben. „Überwiegend am Trapez. Das ist mein Spezialgebiet“, sagt sie. Geübt wird in Hamburg Altona in den „Bewegungswelten“. Zum Abschluss geht es in den Kinderzirkus Abrax Kadabrax. Dort werden die Kinder ihren Eltern zeigen, was sie gelernt haben.

Zehn bis 15 Kinder nutzen derzeit das Angebot der Suchtberatungsstelle. „Gern würden wir auch neue Familien erreichen. Abhängigkeit ist eine Krankheit. Man kann viel dafür tun, dass es den Eltern und Kindern besser geht“, sagt Gina Laskowski.

 

 

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