Spenden für die Integration im Corona-Winter

Spender für Online-Deutschkurse

Pinneberg. In Pandemie-Zeiten ist Online-Unterricht immer wichtiger. Corona verändert auch die Deutschkurse des Diakonievereins Migration e. V. in Pinneberg für geflüchtete Menschen. Ohne Tablets geht es künftig nicht mehr.

„Wir wollen Tablets an Teilnehmer*innen verleihen, die sie sich nicht leisten können“, sagt Karen Schueler-Albrecht, Leiterin des Diakonievereins Migration: „Wir beginnen mit den Berufssprachkursen.“ Für die zwei Kurse à 15 Schüler*innen werden 30 Tablets gebraucht. Mit 50 EUR ermöglichen daher Spender die Teilnahme an einem Onlinekurs für junge Menschen, die alles geben, um dran zu bleiben und ihre Sprachprüfung zu bestehen.
Hierfür bittet Schueler-Albrecht um Spenden. Die Zeit eilt, die Pädagog*innen der Deutschkurse sind in einer Zwickmühle. Karen Schueler-Albrecht: „Die Sprache ist der Schlüssel zu Integration und wir tragen Verantwortung dafür, dass die Schüler*innen konzentriert die deutsche Sprache erlernen, um eine Ausbildung zu beginnen und sich in die Gesellschaft integrieren. – Doch jetzt gefährdet die Pandemie die Integration.“

Ein Frontalunterricht ist trotz sehr kleiner Klassen, großer Abstände und Mundschutz langfristig nicht ausreichend sicher. Leiterin Schueler-Albrecht: „Wir müssen schnell auf online-Kurse umstellen. Dafür brauchen wir ausreichend Tablets für alle Schüler*innen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schreibt Tablets mit einem 10-Zoll-Bildschirm vor. Mit einem Smartphone sind die Schüler*innen quasi abgehängt.“ Für die Tablets werden jetzt Spender gesucht. Auf einer lilafarbenen Postkarte wirbt Karen Schueler-Albrecht mit dem Motto: „Abhängen? Nicht mit uns.“

Wie wichtig das Sprungbrett „Sprachkurse“ für junge Geflüchtete ist, zeigen sie selbst: Zwei Absolventen haben in diesem Jahr nach der Deutschprüfung eine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement erfolgreich abgeschlossen, der erste hat schon einen Arbeitsplatz. Auch zwei Schwestern aus Syrien sprechen recht gut Deutsch, brauchen aber das Zertifikat B2, um eine Ausbildung beginnen zu können. Sie haben gerade Praktika in KITAs hinter sich. Beide wohnen noch bei den Eltern. Eine erfolgreich abgeschlossene Deutsch-Prüfung wäre das Sprungbrett, um sich von zu Hause zu emanzipieren: Beide wollen Erzieherin werden.

Die Tablets sollen den Unterricht in den nächsten Jahren sichern. Sie werden für die Dauer der Kurse verliehen. Dafür sucht der Diakonieverein Frauen und Männer, die mit einer Spende helfen – und damit in die Zukunft junger Menschen investieren.

Spenden können Sie hier:
https://diakonie-hhsh.de/spenden-2020-deutschkurs/migration-deutschkurs/spende

Foto:
Karen Schueler-Albrecht wirbt im Corona-Winter um Spenden für Tablets in Online-Sprachkursen. Mit 50 EUR ist die Teilnahme an einem Online-Sprachkurs finanziert. Das Motto: „Abhängen? Nicht mit uns.“ – Foto: Cornelia Strauß

Kontakt:
Diakonieverein Migration e.V.
Karen Schueler-Albrecht, Leitung
Telefon 0 41 01/84 50-482, Zentrale: -480
Bahnhofstraße 18-22, 2. Stock, 25421 Pinneberg
schueler-albrecht[at]diakonieverein-migration.de
www.diakonieverein-migration.de
https://diakonie-hhsh.de/spenden-weihnachten-2020/

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