Veranstaltung „Viel mehr wert: soziale Arbeit“

Die Revolution der kleinen Schritte

(sm) Erfreulicherweise lockte der Diskussionsabend der Kampagne „Diakonie. Gut beraten“ in der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) am 29. 11. 2016 auch Studierende an. Sie erlebten eine aufgeregte, manchmal sprunghafte Veranstaltung.

Zu Beginn erklärte Gabriele Winker, Feministin und Professorin an der TU Hamburg, ihr Konzept der „Care Revolution“. Sie will auch die unbezahlte Care (Sorge/Sozial)-Arbeit  – Kindererziehung, Pflege von Angehörigen –  in die ökonomische Bilanz aufnehmen. Immerhin macht sie fast zwei Drittel der gesellschaftlichen Arbeit aus. Die neoliberale Politik sehe das Ideal in der Vollerwerbsarbeit aller Arbeitsfähigen. In der Realität führe die Kapitalverwertungskrise mit Bankenrettung und Schuldenbremse zu mehr und intensiverer Arbeit für immer weniger Beschäftigte, während die Zahl der Ausgegrenzten steige. Das mache krank, Burn-Out sei längst eine Volkskrankheit. Eine klare Botschaft: Den Menschen gehe es schlecht, wenn die Wirtschaft boomt.

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Die Diakonie in der Presse

Mehr Beratungen wegen sexueller Gewalt

Das Hamburger Abendblatt berichtet. Immer mehr Norderstedter Kinder und Jugendliche erleben in ihrem Alltag sexuelle Gewalt. Die von der Diakonie getragene evangelische Beratungsstelle für Familien in Norderstedt verzeichnet einen drastischen Anstieg der Fallzahlen in ihren Beratungsangeboten und hat jetzt bei der Stadt Norderstedt die deutliche Aufstockung der jährlichen Mittel beantragt.

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Flucht und Trauma

Seelische Verletzungen wirken weiter

Traumapädagogin Anais Herrmann im Bürgerhaus Bornheide

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Anais Herrmann, Foto: privat

(CS) 1980 stellten Forscher infolge des Vietnamkriegs erstmals die Diagnose: Zu viel Gewalt verursacht psychische Störungen. Wenn Gewalt als lebensbedrohlich wahrgenommen wird, können posttraumatische Störungen und lang anhaltende seelische Verletzungen entstehen. Zwischen 20 bis 50 Prozent aktuell geflüchteter Menschen aus Kriegsgebieten in Hamburg sind durch Kriegserlebnisse traumatisiert. Wie können Haupt- und ehrenamtliche Begleiter in der Betreuung von traumatisierten Geflüchteten angemessen umgehen? Wie können sie ihrerseits ausreichende Unterstützung in ihrer Arbeit erhalten?

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