Islamisches Freitagsgebet im Bürgerhaus Bornheide

Beten im Bürgerhaus

Als Muslime aus dem Osdorfer Born darum baten, in einem Raum des Bürgerhauses Bornheide das Freitagsgebet abhalten zu dürfen, zögerte Diakoniepastorin Maren von der Heyde nicht lange. „Mit ist der Gedanke unmöglich, Menschen das Gebet zu verwehren“, erklärt die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein. Sie stellte zwei Bedingungen. Es muss auf Deutsch gepredigt werden und der Gebetsraum muss offen bleiben – auch für Frauen. Das war für die Organisatoren des Gebets keine Frage.

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Blankeneser Gespräche

Schritte in die inklusive Gesellschaft

Professor Liane Simon über Erfahrungen in Frühförderungen, Kitas und Schulen

 

Modelle der Inklusion stellen den bisherigen Umgang mit Menschen mit Behinderungen radikal in Frage. Dr. Liane Simon, Professorin für „Transdisziplinäre Frühförderung“ an der MSH Medical School Hamburg, berichtet in den Blankeneser Gesprächen am Donnerstag, 1. Februar, über Inklusion in Kindergärten und Schulen, über Konzepte und Visionen. Nach langjähriger Erfahrung in der Frühförderung Norderstedt entwickelte Dr. Simon aus bisherigen Modellen von Krankheit und Behinderung neue internationale Klassifikationen. Sie sollen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe in der Gesellschaft erleichtern und die UN Konventionen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen umsetzen.

„Bisher war die Diagnose von Behinderungen auf medizinische Befunde reduziert“, konstatiert Dr. Simon. „Inzwischen wissen wir um die Heilkraft psycho-sozialer Faktoren“. In der Weltgesundheitsorganisation WHO werden bisherige Modelle von Krankheit und Behinderung derzeit durch ein neues Verständnis von Krankheit und Behinderung ersetzt. Sie sollen Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe in der Gesellschaft erleichtern. Fachleute in der WHO erarbeiten Kriterien für ein Umdenken in der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen.“ Dr. Simon arbeitet hier mit und stellt die Modelle vor.

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Stadtteildiakonie: Begegnungen erleichtern

Stadtteildiakonie in Sülldorf/Iserbrook

Brückenschlag in die Gemeinde

Beraterin: Susanne Alms de Ocana

(sm) „Diakonisches Handeln schreiben wir in unserer Gemeinde groß,“ sagt Pastorin Susanne Peters. Die Not vieler Menschen in Sülldorf/Iserbrook mache das notwendig. Im Hamburger Westen ist sie hinter den oft schönen Fassaden nicht so offensichtlich wie anderswo in der Stadt. „Wir müssen helfen, müssen den Bedürftigen unser Ohr leihen. Aber mir ist auch wichtig, dass wir uns politisch engagieren und unsere Stimme erheben.“

Seelsorge und konkrete Hilfen

Ihr Kollege, Pastor Christian Carstens, beobachtet mit Sorge die wachsende Zahl von Menschen, die sich mit sozialen Problemen an die Kirchengemeinde wenden. Oft sind sie einsam, leben in belastenden persönlichen Verhältnissen, immer erschwert durch materielle Notlagen. „Da sind wir als Seelsorger gefordert. Aber es ist gut, dass wir den Menschen mit professioneller Sozialarbeit weiterhelfen können.“

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