Pinneberg: Informationsabend über Patchwork-Familien

Beratung kann Gold wert sein

Anja Keller von der Erziehungs-, Familien- und Lebensberatung Pinneberg über Patchwork-Familien.

Nimmt die Zahl der Patchwork-Familien zu?

Bundesweite Statistiken fehlen, aber wir haben hier in der Beratungsstelle mehr Anfragen als noch vor zehn Jahren. Wenn Mütter oder Väter nach einer Trennung eine neue Beziehung eingehen, entstehen so genannte Stieffamilien. Von einer Patchwork-Familie spricht man, wenn das Paar noch ein gemeinsames Kind bekommt.

Welche besonderen Probleme haben diese Familien?

Meist zeigen sich Probleme erst nach längerer Zeit. Die beiden Erwachsenen haben sich gefunden, sind glücklich und sehen oft nicht, dass es den Kindern anders geht. Das Verhältnis zum „verlassenen“ Elternteil ist oft schwierig.

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Diskussionsveranstaltung „Hamburg! Gerechte Stadt!“

„Wir haben ein politisches Mandat“

Wolfgang Völker vom Diakonischen Werk Hamburg über die Perspektiven Sozialer Arbeit

In der Reihe „Hamburg! Gerechte Stadt!“ wird am 21. November 2017 gefragt: „Soziale Arbeit – wie lange funktionieren wir noch?“ Wie definieren Sie funktionierende Soziale Arbeit?

Ein wichtiges Kriterium ist die Freiheit, die soziale Arbeit den Menschen lässt. Hilfe wird staatlicherseits immer mehr mit Kontrolle verbunden. Hamburg verweigert zum Beispiel ausländischen Wohnungslosen einen Platz im Winternotprogramm. Wir fragen, sollen wir uns an der Sortierung der Menschen nach Berechtigten und nicht Berechtigten beteiligen? Sollen wir Menschen wegschicken, weil sie Ausländer sind? Sollen wir bei der Elendsverwaltung mithelfen? In der Veranstaltung wird es um unsere sozialethischen Prinzipien gehen.

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pinoCafé Pinneberg: Futtern wie bei Luther´n

Nonnenfürze und Mönchskuchen

Nonnenfürze stinken nicht. Ein Hinweis, den man in einem Artikel über eine kulinarische Einladung nicht unbedingt erwartet. Aber er stimmt. Das ist gut. Und Nonnenfürze schmecken süß. Das ist noch besser.

Ab dem 30. Oktober steht das deftig benamste Schmalzgebäck auf der Speisekarte des pinoCafé in Pinneberg. So wie andere Speisen, die um 1517 gern gegessen wurden. „Futtern wie bei Luther´n“ heißt das Motto Ende Oktober, anlässlich des Reformationstages: Wieder sehr deftig formuliert. Martin Luther hätte es nicht anders gemacht. Der Reformator schaute dem Volk aufs Maul. Und er verstand sich auf gutes Essen. Damals, vor 500 Jahren, aß man fettreich, wenn man es sich leisten konnte. Luther kam aus einer angesehenen Familie in Mansfeld. Dort, im Sachsen-anhaltinischen wuchs Susanne Wilk, die Leiterin des pinoCafé auf. Auch deshalb liegt ihr die Feier der Reformation am Herzen: „Luther machte den einfachen Menschen das Wort Gottes zugänglich. Dieser Gedanke leitet uns. Wir laden Menschen mit wenig Geld ein, sich zu treffen, sich auszutauschen und in angenehmer Atmosphäre zu essen.“

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